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Großer Erfolg bei der EM

Deutschland ist Vizeeuropameister
Mixed-Team-EM 2019 vom 13. bis zum 17. Februar in Kopenhagen/Dänemark
 
Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat bei der Mixed-Team-EM 2019 in Kopenhagen/Dänemark (13. bis 17. Februar) die Silbermedaille gewonnen und damit zum fünften Mal in Folge bei Titelkämpfen dieser Art Edelmetall
geholt. 
Im Endspiel erwies sich der Titelverteidiger und Rekordchampion Dänemark beim 0:3 als an jenem
Tag  zu  stark  für  die  insgesamt  noch  sehr  junge  Auswahl  des  Deutschen  Badminton-Verbandes DBV). Die Nordeuropäer durften entsprechend bei der Siegerehrung zum insgesamt 17. Mal in der
Geschichte der im Jahr 1972 eingeführten Mixed-Team-EM den Pokal für den Turniergewinner in
Empfang nehmen. 
In der K.-o.-Runde wird jede Partie beendet, sobald eine Mannschaft drei Matches gewonnen hat.
Deutschland  war  durch  einen  3:1-Halbfinalerfolg  über  Russland  ins  Endspiel  eingezogen.  Die
dänische  Mannschaft,  für  die  der  ehemalige  Chef-Bundestrainer  des  DBV,  Jakob  Høi  (2009  bis
2012), als Nationaltrainer verantwortlich zeichnet, hatte sich in ihrer Vorschlussrundenpartie mit 3:0
gegen das Team der Niederlande durchgesetzt."
Nachdem es uns an den vergangenen beiden Tagen gelungen ist, an unsere Leistungsgrenzen zu
gehen, ist uns dies jetzt – gegen einen noch stärkeren Gegner – nicht gelungen. Da fielen die
Ergebnisse dann zum Teil auch sehr deutlich aus“, fasste DBV-Chef-Bundestrainer Detlef Poste das
Finale zusammen. Er fügte hinzu: „Auf das gesamte Turnier gesehen, war die Leistung super. Wir
haben es gegen Russland und gegen England, die mit erfahrenen Spielerinnen und Spielern da
waren, geschafft, eine hervorragende Leistung zu bringen, und uns Silber verdient. Rein auf das
Finale bezogen, gegen einen noch stärkeren Gegner, haben wir unsere 100 Prozent noch nicht
hinbekommen. Daran werden wir weiter arbeiten.“
Der Sprung ins Finale der Mixed-Team-EM war Deutschland zuletzt 2013 im russischen Ramenskoj
geglückt.  Damals  kürte  sich  die  Mannschaft  des  DBV  sensationell  und erstmalig  zum
Europameister,  indem  sie  Dänemark  klar  mit  3:0  bezwang.  Gleichzeitig revanchierte sich das
deutsche Team für die 1:3-Niederlage, die es im voran gegangenen EM-Endspiel, 2011 in
Amsterdam/Niederlande, gegen die Nordeuropäer erlitten hatte. 
Bei der zuvor letzten Auflage der Mixed-Team-EM, 2017 im polnischen Lubin, unterlag Deutschland
dem aktuellen EM-Gastgeber im Halbfinale mit 1:3. 
 
Von den insgesamt zwölf Spielerinnen bzw. Spielern,die in Kopenhagen zur Mannschaft des DBV
zählten, sind elf zwischen 20 und 27 Jahre alt (Jahrgang 1998 bis 1992). Einzig Johanna Goliszewski
(Jahrgang 1986), die Olympiateilnehmerin von 2016 im Damendoppel, ist bereits älter als 30 Jahre. 
Zu  Beginn  des  Endspiels  mussten  sich  Mark  Lamsfuß/Isabel  Herttrich  (1.  BC  Wipperfeld/1.  BC
Saarbrücken-Bischmisheim)  als  derzeitige Weltranglisten-18.  dem  vier  Plätze  vor  ihnen geführten
Mixed Mathias Christiansen/Christinna Pedersen mit 12:21, 12:21 geschlagen geben. Die dänischen
Vizeeuropameister  von  2018  verbuchten  damit  im  zweiten  Aufeinandertreffen  mit  den  EM-Dritten
aus Deutschland den zweiten Sieg. „Die Gegner haben es sehr, sehr gut gemacht. Wir hingegen
haben leider nicht alles getroffen und hatten nicht unseren besten Tag. Wir werden daraus lernen
und es beim nächsten Mal besser machen. Es lief leider nicht so wie die Tage davor“, meinte Mark
Lamsfuß. 
Vor  1.400  begeisterten  Badmintonfans  in  der  bis  auf  den  letzten  Platz  besetzten  Frederiksberg
Hallerne sorgte anschließend der Vizeeuropameister von 2017 im Herreneinzel, Anders Antonsen,
für  die  2:0-Führung  zu  Gunsten  der  Gastgeber.  Der  Weltranglisten-15.  behielt  gegenüber  dem
zweimaligen Deutschen Meister Max Weißkirchen (1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 217) mit 21:9,
21:13 die Oberhand. Schon die vorangegangenen bei den Begegnungen mit Max Weißkirchen hatte
der Däne für sich entschieden. „Er war sehr solide und hatte ein echt gutes Grundtempo, war schnell
auf den Beinen. Er hat zudem vieles ansatzlos von hinten gemacht, sodass es für mich schwer zu
lesen war, was er vorhat“, so Max Weißkirchen. 
Auch  das  nachfolgende  Dameneinzel  ging  an  das  Teamdes  Titelverteidigers:  Die  Deutsche
Meisterin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 46) verlor gegen die amtierende
EM-Dritte Line Højmark Kjærsfeldt (Weltranglistenplatz 21) mit 16:21, 17:21. Somit steht es für die
Dänin im direkten Vergleich nun 2:0.
 
Die einzelnen Ergebnisse:
Deutschland gegen Dänemark 0:3 
MX: Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
- MathiasChristiansen/Christinna Pedersen 12:21, 12:21 0:1
HE: Max Weißkirchen(1. BC Beuel) - Anders Antonsen 9:21, 13:21 0:2
DE: Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen)-Line Højmark (Kjærsfeldt) 16:21, 17:21 0:3
HD: Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
- Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen nicht mehr ausgetragen
DD: Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
- Maiken Fruergaard/Christinna Pedersen nicht mehr ausgetragen.
 
Alle  Ergebnisse  der  Endrunde  um  die  Mixed-Team-EM  2019 finden  sich auf  der  DBV-Homepage
unter www.badminton.de   sowie  im  Internet  unter https://bwf.tournamentsoftware.com
(Stichwort„2019 European Mixed Team Championships“). 
Claudia Pauli 
(Pressesprecherin DBV)
 

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